Tischsitten, Tischzuchten & Furzen

Um1200 wurden Tischsitten eingeführt, die zuerst der Adel, später aber auch von Bürgern und Bauern beherzigt wurden.

Sie umfassen das waschen der Hände vor dem essen, das nicht schmatzen und verbieten das hastige essen, das sprechen mit vollem Mund, das aufstützen der Ellbogen,das säubern der Zähne mit der Messerspitze,das übereinanderschlagen der Beine in Anwesenheit von Höhengestellen,das kratzen an Kopf und Leib usw.

Eine weitere Tischsitte untersagte das gemeinsame essen von Männern und Frauen , erst im 11.Jahrhundert wurden Frauen am Tisch zugelassen.

Kindern wurden sog. Tischzuchten ( meist gereimte Dichtungen) gelehrt . Diese Reime mussten schon die Kleinsten auswendig lernen.

 

Zum guten Ton gehörte es auch den Verdauungslüften freien Lauf zu lassen. Belegt wurde das schon in der Luther zeit *...warum Furzet und Rülpset ihr nicht, hat es euch nicht geschmeckt *

Erst um 1500 tauchen in den Tischzuchten erste Hinweise auf, die  belegen, das furzen als unangenehm empfunden wurde.

Mögliche Gründe dafür waren das verlegen der Feste und Trinkgelage von außen nach innen. Statt Festlaune und Lärmpegel war nun Ruhe und zeremonielle Stille in geschlossenen Räumen angesagt. Der Furz, sowie das schmatzen, waren nun deutlicher zu hören und zu riechen und wurden somit verpönt.

 

Ab dem 16. Jahrhundert wurde das furzen mit Strafen belegt.

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