Blutungen & Wundheilung

Im Mittelalter wurden viele erbitterte Kriege geführt.Das Spiel um die Macht kostete nicht nur viele Leben sondern erforderte auch das versorgen der Verletzten. Auf dem Feld und nach der Schlacht übernahm der sog. Feldarzt die erste Wundversorgung Zu ihren Instrumenten gehörte in erster Linie das Brenneisen, mit dem Wunden ausgebrannt wurden, sowie ein umfangreiches Wissen über die Pflanzen, welche die Wundheilung positiv beeinflussen.

1. Johanniskraut

Johanniskraut war das Mittel der Wahl zur Wundheilung, da es entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und antimykotisch ist.Ausserdem war es wegen seiner schmerzlindernden Wirkung im nervenreichen Gewebe bekannt.Es wurde oft nach Amputationen eingesetzt, da es das verbleibende Gewebe schneller heilen ließ und Narben vermieden wurden.

 

Das sog. Rotöl wurde aus den goldgelben Blüten des Johanniskrautes hergestellt und zu einem Mazerat (Ölauszug aus Blüten) verarbeitet und in dunkle Flaschen abgefüllt. Die Haltbarkeit betrug ca. ein Jahr.

 

2. Breit- oder Spitzwegerich

Eine Pflanze zur Behandlung von eitrigen und entzündeten Wunden . Diese Pflanze war überall zu finden und deshalb immer einsatzbereit. Sie wirkt blutstillend, entzündungshemmend,und beschleunigt die Wundheilung. Antike Ärzte empfahlen sie auch zur Erstversorgung bei Tierbissen oder Brandwunden.Dazu wurden die frisch abgezupften Blätter einfach mit der Hand zerquetscht und direkt auf die Wunde gelegt .

3. Beinwell

Das Mittel  bei stumpfen Verletzungen , also Prellungen, Verstauchungen oder Frakturen. Sein volkstümlicher Name *Knochenheiler*bezieht sich auf seine Eigenschaft das Wachstum der Knochen anzuregen .

Die frische, zerkleinerte Wurzel wurde als Umschlag auf die verletzte Stelle aufgetragen.

 

4. Ringelblume

Bei kleineren Wunden hat sich die Ringelblume bewährt. Sie wirkt abschwellend und antibakteriell , reinigend und astringierend. Ihre gelben Blüten   wurden auch zum färben von Stoffen verwendet .

5. Eisenkraut

Diese Wildpflanze gibt es auf der ganzen Welt. Eisenkraut hat blutstillende Eigenschaften und lässt Wunden schneller heilen.

Wie sein Name besagt, hilft es bei allen Verketzungen, die durch Eisen entstanden sind. Diese Pflanze galt als Zauberkraut der Druiden  und wurde als Allheilmittel bei allen Kriegswunden eingesetzt und sollte sogar Unsterblichkeit verleihen. 

Dazu wurden die frisch abgezupften Blätter einfach mit der Hand zerquetscht und direkt auf die Wunde gelegt.

Impressum

Die Muenchner-Sippe wird 
vertreten durch:

René Binder & Melanie Hummel

 

eMail:Muenchner-sippe@gmx.de